Blog Jeans Geschichte

Die Geschichte der Jeans

1600 wurde der Jeansstoff „Denim“ in der südfranzösischen Stadt Nimes hergestellt, früher trugt „Denim“ den Namen „Serge de Nimes“. 1853 wurden die heutigen Jeans aus braunem Zeltplanenstoff für Goldgräber in Amerika hergestellt. Auf Wunsch der Amerikanischen Arbeiter wurden die ersten Jeans mit dickem orangefarbenem Nähgarn und 6 Nieten an den Taschenkanten gefertigt. Das sollte den Stoff unterstützen auf der Arbeit nicht zu reißen. Die Geschichte der Jeans wie wir sie heute kennen, startete aber offiziell erst 1873 in San Francisco. Der Textilhändler Levi Strauß und der Schneider Jacob Davis meldeten ein Patent für die Blue Jeans mit Nieten an der Taschen und verstärkten orangenen Nähten an. Da Jakob Davis, als Schneider, damals die finanziellen Mittel für ein Patent für seine Idee hatte, wandte er sich an einen seiner Textillieferanten, Levi Strauß. Die Erfindung verbreitete sich von San Francisco schnell durch Nordamerica zu den Cowboys, Farmern, Eisenbahnleuten und Handwerkern. 1920 setzten sich die Arbeithose dann als Freizeithose durch. Amerikanische Soldaten brachten sie nach dem zweiten Weltkrieg dann nach Europa. Ihren Bekanntheitsgrad gewann die Jeans unteranderem auch durch Filmstars wie Marlon Brando, Marilyn Monroe und James Dean. So entstand eine Riesen nachfrage nach den vernieteten Jeans. Nach der praktischen, strapazierfähigen und preiswerten Arbeitshose folgten dann Jeansjacken und Hemden. Die Jeans war bis 1950 noch unisex bis dann das erste Modell für Frauen hergestellt wurde (Levis Lady L). Auch die Jugendlichen entdeckten die Jeans 1950, als Symbol des Protests, sie kämpften für sexuelle Revolution und Gleichberechtigung. Die Jeans wurde zu einer Uniform für alle, die sich als Teil der Gegenkultur, des Protests und der sozialen Aktivitäten identifizierten. In der DDR angelte man sich durch tragen einer Jeans Schulverweise und Klubhausverbote. In den 1980er Jahren machte sie dann den Durchbruch als Freizeithose schlechthin. 

Aber wie sieht die Zukunft der Jeans aus? Wir suchen wie noch nie zuvor nach neueren, billigeren Produkten. Die Fast Fashion Industrie boomed. Die Marken suchen die Aufmerksamkeit des Kundens und dabei wird der Umgang mit der Umwelt schnell mal in den Hintergrund geschoben. Das führt mittlerweile zu großen Problemen. Jede Sekunde wird ein Lastwagen voller Kleidung auf Mülldeponien entsorgt. Das sind 15 Millionen Tonnen Kleidung die jedes Jahr weggeschmissen werden und auf Mülldeponien laden. Da stellt sich die Frage wohin mit dem ganzen Müll, durchschnittlich eignen sich nur noch 50 Prozent der Textilien für den Secondhand-Gebrauch. Die restlichen 50 Prozent der Altkleider werden recycelt oder verbrannt. Doch das verbrennen der Kleidung ist nicht nur teuer für die Mülldeponien sondern wirkt sich zusätzlich auch negativ auf die Umwelt aus. Die Produktion einer normalen Jeans benötigt um 6000-10000 Liter Wasser, das ist viel wie wir in 10 Jahren trinken würden. Es ist Zeit für die Modeindustrie aufzuwachen.

Wir möchten helfen, etwas zu ändern und haben Uns dazu entschieden, unseren Beitrag dazu zu leisten, dass das kostbare Material „Jeans“ nicht auf der Mülldeponie landet. Wir sammeln dafür Eure alten Jeans. Bringt sie gerne zu uns ins Geschäft oder schickt sie uns zu und wir fertigen wir aus Euren aussortierten Jeans neue Lieblingsteile.

Weitere Informationen zu unserem Upcycling Projekt findest du hier: